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Ein Erbe kann keine unglückliche Kindheit aufwiegen

„Wer seinen Nachlass nicht regelt, sät Familienkrieg“, sagt der Mediator Gerhart Flothow in einem Interview von Jan Guldner, das am 31. Mai 2023 unter vorstehender Überschrift in ZEIT Online veröffentlicht wurde. Der Mediator erklärt, warum Immobilien viel Erbstreit provozieren – und wie er dann schlichtet. Er betont die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Erbregelung, um Konflikte unter den Erben zu vermeiden.


Nach Flothows Erfahrung führen Immobilien oft zu Streitigkeiten, wenn einer das Haus nicht nutzen möchte, während der andere es renoviert und aufwertet. Das beliebte Berliner Testament kann Familienfrieden gefährden, da Kinder jahrelang auf ihren Erbanteil warten müssen. Flothow empfiehlt offene Kommunikation und Transparenz bei der Erbregelung und betont, dass ein Erbe keine unglückliche Kindheit aufwiegen kann. Durch frühzeitige Gespräche und Mediation können faire Lösungen gefunden werden, die emotionale Aspekte berücksichtigen und Streit vermeiden.


Immobilenvermögen kann zudem eine finanzielle Belastung sein. Die Preise steigen, und Auszahlungen können schwierig sein. Der Wohnungsbestand in Deutschland hat einen hohen Sanierungsstau, und Erben können hohe Kosten für Renovierungen haben. Doch auch wenn es um materielle Dinge geht, betont Flothow, dass es in Erbstreitigkeiten in erster Linie um Wertschätzung innerhalb der Familie geht. Offene Gespräche helfen, die Bedürfnisse aller Beteiligten zu verstehen und faire Lösungen zu finden.


Flothow betont, dass ein Erblasser für Transparenz sorgen und die Gefühle und Bedürfnisse seiner Erben berücksichtigen sollte. Eine frühzeitige und offene Kommunikation kann Familienfrieden bewahren und Streitigkeiten verhindern. Erbstreitigkeiten sollten nicht nur auf materiellen Werten basieren, sondern auf einem verständnisvollen Austausch zwischen den Generationen.

Hier geht es zum Artikel: Erbstreit: Das Berliner Testament ist eine klare Drohung an die Kinder (zeit.de)

Quellenverweis: Artikel von Jan Guldner in der ZEIT vom 31. Mai 2023
Bildquelle: © Philotheus Nisch

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